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Gerechtigkeit für Mumia Abu-Jamal |
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Geschrieben von Michael Ermisch / TopTV
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Sonntag, 29. März 2009 |
Berlin - Im Rahmen einer Matinee, in der Akademie der Künste, wurde am Sonntag, den 29. März 2009, die weltweit erhobene Forderung nach einem neuen Verfahren für den 1982 in Philadelphia zum Tode verurteilten afroamerikanischen Journalisten und Autor Mumia Abu-Jamal thematisiert.
Der extra aus San Francisco angereiste Rechtsanwalt Robert R. Bryan, Mumia Abu-Jamals Hauptverteidiger, schätzt trotz der Wahl von Barack Obama als neuen US-Präsidenten, die Chancen für ein neues und faires Verfahren als sehr gering ein. (Mumia is in greater danger than at any time since his 1981 arrest).
Der afroamerikanische Journalist und Schriftsteller Mumia Abu-Jamal sitzt seit 27 Jahren wegen angeblichen Polizistenmordes in der Todeszelle und wird am 24. April fünfundfünfzig.
Obwohl die Beweismittel dürftig und Manipulationen aus rassistischen und politischen Gründen naheliegend sind, schwebt Mumia Abu-Jamal immer noch in Todesgefahr.
2007 wurde er für seine publizistische Tätigkeiten in der Haft (fünf Bücher, regelmäßige Radiosendungen und Zeitungskolumnen) vom American P.E.N. Center zum Mitglied ernannt. Mumia Abu-Jamal ist Ehrenbürger von Paris und wird von einer weltweiten Solidaritätsbewegung unterstützt.
Die Menschenrechtsaktivistin Danielle Mitterand aus Paris (Gattin des früheren französischen Staatspräsidenten, unter dem 1981 in Frankreich die Todesstrafe abgeschafft wurde), forderte in ihrer Rede die Abschaffung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten und überall auf der Welt.
„Die Todesstrafe – oder die Strafe für die, die kein Kapital haben, wie Mumia sagt – ist grausam und ungerecht. Sie ist auch unnütz, weil sie nicht dazu beiträgt, die Kriminalitätsrate zu senken!“, betonte Frau Mitterand und erhielt dafür tosenden Applaus.
„Ich kann bezeugen, dass es sich im Todestrakt, in dem sich Mumia befindet, um ein System unendlicher Grausamkeit handelt, denn ich habe ihn dort persönlich besucht. Mumia Abu-Jamal fordert nur, dass seine verfassungsmäßigen Rechte respektiert werden, die die amerikanische Verfassung jedem Bürger garantiert: das Recht auf einen gerechten Prozess mit einer unparteiischen Jury und das Verbot, einem Bürger eine grausame und unmenschliche Strafe aufzuzwingen “, führte Danielle Mitterand weiter aus.
Der ehemalige Bundesinnenminister (1978 bis 1982) und Rechtsanwalt Gerhart Rudolf Baum (FDP), mahnte in seiner beeindruckenden Rede die bedingungslose Einhaltung der Menschenrechte an.
Die Entscheidung, ob und wann es ein neues und vor allem faires Verfahren geben wird, fällt in den nächsten Wochen.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 7. Juni 2010 )
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