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Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen |
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Geschrieben von pethens
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Freitag, 31. Juli 2009 |
Seit Mai dieses Jahres sind in ganz Deutschland wieder Peers der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterwegs. Die Peer-Aktion ist eine Maßnahme zur Alkoholprävention bei Jugendlichen. Da es sich bei den Peers in etwa um Gleichaltrige handelt, haben sie für die Zielgruppe eine hohe Glaubwürdigkeit.
Das Anliegen ist es, Jugendliche frühzeitig über die negativen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu informieren. Denn je früher mit dem Alkoholkonsum begonnen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Schäden und schnelle Abhängigkeit. Dies ist Jugendlichen oft nicht bewusst. Die direkte Ansprache durch die Peers ist ein wirksames Präventionsangebot, um junge Menschen unmittelbar vor Ort und in der Gruppe Gleichgesinnter zu erreichen.
Die Risiken des Alkoholkonsums werden von den meisten Jugendlichen unterschätzt oder ignoriert. Der Anteil Jugendlicher, die exzessiv trinken, ist nach wie vor hoch. Zahlen der Repräsentativerhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2008 zum Alkoholkonsum Jugendlicher zeigen, dass riskantes Trinkverhalten wie "Binge Drinking" bei Jugendlichen mit 20 Prozent weit verbreitet ist. Die Gefahr einer Alkoholvergiftung durch übermäßigen Alkoholkonsum ist für Kinder und Jugendliche wesentlich höher als für Erwachsene, da die körperliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Vor diesem Hintergrund sind Angebote zur Alkoholprävention speziell in diesem Alter wichtig.
Bei Freizeitaktivitäten oder im Urlaub gehört Alkohol für viele junge Menschen nicht nur dazu, sondern wird auch in gefährlichen Mengen konsumiert. Deshalb finden die Peer-Einsätze überwiegend in deutschen Ferienregionen sowie bei Musikfestivals, Sport-Events, Jugendveranstaltungen oder in Jugendherbergen, statt. Die Bilanz zur "Halbzeit" ist positiv. An 100 Einsatztagen in ganz Deutschland, z.B. bei der Kieler Woche, auf Fehmarn, auf der Insel Usedom, in Rostock, in München oder Hannover sind schon jetzt ca. 10.000 intensive Gespräche mit Jugendlichen geführt worden.
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 1. August 2009 )
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