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Nach dem ersten Weihnachtsmarkt im Jahre 2007 versucht nun ein Münchener Unternehmer in Berlin einen schwulen Weihnachtsmarkt aufleben zu lassen. Wer einen ruhigen Weihnachtsmarkt, ohne viel Hektik und Massen an Menschen sucht, der findet vom 11. bis 20. Dezember 2009 „Pink Christmas“ auf dem Berliner Nollendorfplatz.
Hier kann man entspannt zwischen Hüten, Parfüme und Dildos seine Weihnachtsgeschenke finden. Nach dem Motto, statt Hemd, Schlips und Unterwäsche kann es dieses Jahr vielleicht ein Dildo oder ein anderes Sextoy unter dem Weihnachtsbaum sein.
Auf die Frage: „warum einen schwulen Weihnachtsmarkt“ und „warum nicht Lesben und Schwule Unternehmer auf den üblichen Weihnachtsmärkten ausstellen“, sagte uns Herr Robert Maier-Kares: "Das wollen wir nicht, wir wollen als Schwule einen eigene Weihnachtsmarkt präsentieren“ und auf die Frage, warum man sich wieder damit ausgrenzt, wiederholte er, „dass Schwule einen eigenen Weihnachtsmarkt haben sollten“.
Dann frage ich mich, warum man jedes Jahr auf den CSDs die Forderungen stellt, dass man nicht ausgegrenzt werden soll, sich hier mit einem ausschließlich schwulen Weihnachtsmarkt aber selbst ausgrenzt. Geht es dabei vielleicht aber darum, dass unbedingt Dildos oder pornografische Darstellungen auf den Verpackungen öffentlich ausgestellt werden müssen?
Na, Weihnachten ist doch das Fest der Kinder und der Familie. Aber ja, auf einem schwulen und öffentlichen Weihnachtsmarkt haben Kinder ja nichts zu suchen und somit bedarf es auch keinen Jugendschutz. Spielzeug für Kinder findet man ja sonst auf jedem anderen Weihnachtsmarkt.

Dass es auch anders geht, zeigt sich gleich einige hundert Meter weiter auf dem Winterfeldplatz. Dort präsentiert man sich zusammen mit nicht schwule/lesbischen Unternehmer n auf dem Schöneberger Weihnachtsmarkt. Es geht auch dort ohne Produkte aus der Sexbranche.
Oh du fröhlich, oh du selige, weihnachtlich schimmernde Pornozeit ...
Fotos: pethens
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