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Auch Krebs kann vermieden werden! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pressebüro Frank   
Mittwoch, 3. Februar 2010
Berlin: 40 Prozent aller Krebsfälle sind durch Rauchen, Übergewicht, übermäßigen Sonnen- und Alkoholgenuss bedingt – Schützen Sie sich und Ihre Familie! Aktuellen Schätzungen der Weltkrebsorganisation (UICC) zufolge könnten etwa 40 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden. In Deutschland wären so bei rund 450.000 Neuerkrankungen etwa 180.000 Krebsdiagnosen jedes Jahr also vermeidbar. Jeder könne durch eine gesunde Lebensweise sein Risiko an Krebs zu erkranken signifikant senken.

Hauptursachen für eine Krebserkrankung sind laut UICC: Tabakkonsum, übermäßiger Alkoholgenuss, hohe Sonnenbelastung und Fettleibigkeit. „Wir müssen die Menschen zu mehr Verantwortung im eigenen Leben bewegen. Und was gibt es lohnenderes als ein langes gesundes Leben?“, fragt Prof. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und mahnt Bürger zu einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung.

Um weltweit die Menschen auf die Folgen einer ungesunden Lebensweise aufmerksam zu machen, hat die Weltkrebsorganisation (UICC) den diesjährigen Weltkrebstag unter das Motto: „Auch Krebs kann vermieden werden!“ (Cancer can be prevented too) gestellt. In Deutschland ist mehr als jeder zweite Deutsche ist zu dick. Zu diesem Ergebnis kamen verschiedene Studien in den letzten Jahren. Jeder fünfte Bundesbürger sei sogar adipös und hat einen BMI von über 30. Übergewichtige haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Nieren-, Speiseröhren-, Brust-, Dickdarm- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Dies zeigt die weltweit größte Ernährungsstudie EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Experten schätzen, dass etwa 20 bis 40 Prozent aller Krebsfälle auf Übergewicht und falsche Ernährung zurückgeführt werden.

Aus dem aktuellen „Welt-Tabak-Atlas“ geht außerdem hervor, dass in Deutschland 37,4 Prozent der Männer rauchen. Damit liegen die deutschen Männer knapp vor Ländern wie Frankreich, Spanien und Großbritannien sowie weit vor den USA. Von den deutschen Frauen greifen 25,8 Prozent regelmäßig zur Zigarette – wesentlich weniger als in Frankreich, Spanien oder Großbritannien, aber mehr als in den USA. Experten verweisen ebenfalls auf die Möglichkeiten von Impfungen gegen Krebs. So sollten Schutzimpfungen wie gegen Leberkrebs (Hepatitis B) und gegen den Humanen Papillomvirus (HPV) möglichst konsequent angewendet werden.

Die International Union Against Cancer und ihre Mitgliedorganisationen begehen in jedem Jahr den Weltkrebstag. Die diesjährige Kampagne, die auf Eltern, Experten des Gesundheitswesens und politische Entscheidungsträger abzielt, hat seit letztem Jahr ein übergreifendes Thema: die Förderung gesunder Gewohnheiten bei Kindern. Dies kann nachweislich zur Verhinderung von Krebs zu einem späteren Zeitpunkt im Leben beitragen. Die UICC ist eine globale Ressource für Aktivitäten mit mehr als 300 Mitgliedorganisationen in Afrika, in Nord-, Mittel- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa und im Nahen Osten.

Weitere Informationen unter: www.krebsgesellschaft.de; www.worldcancercampaign.org  Aktuelle Entwicklungen in der Onkologie werden während des 29. Deutschen Krebskongresses vom 24. bis 27. Februar 2010 in Berlin vorgestellt.

Pressebüro Frank: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 5. Februar 2010 )
 
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