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Bischöfe beraten "Missbrauch" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von pethens   
Mittwoch, 3. Februar 2010
Die Bischöfe wollen sich auf ihrer bevorstehender Volksversammlung in Freiburg mit dem Missbrauchskandal bei den Jesuiten beschäftigen. Das gab der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz Erzbischof Robert Zollitsch, bekannt. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass die von uns 2002 verabschiedeten Richtlinien konsequent umgesetzt werden", so Zillitsch.
Drei frühere Lehrer und Jesuiten-Patres sollen in den 1970er und 1980er Jahren etwa 20 Schüler am Berliner Canisius-Gymnasium sexuell missbraucht haben. Außerdem sollen sie für weitere Missbrauchsfälle verantwortlich sein.
 
In den Skandal um sexuellen Missbrauch durch Jesuiten-Patres ist ein dritter Geistlicher des Ordens verwickelt. Wie die Jesuiten am Mittwoch mitteilten, war der Pater von 1971 bis 1975 in Hannover als Jugendselsorger eingesetzt. Der Mann habe einen Missbrauchsfall zugegeben und sei daraufhin am Dienstag suspendiert worden.
Das Bistum Hildesheim möchte mit diesem Sonntag in Hildesheim und Hannover im Gottesdienst einen Aufruf an weitere möglichen Opfer verlesen lassen, sich zu melden.
 
Im Zuge des Missbrauchskandals an deutschen Jesuiten-Schulen rechnet der Leiter des Berliner Canisius-Kollegs mit dem Bekanntwerden zahlreicher weiterer Fällen. "Ich glaube, dass das erst die Spitze des Eisbergs ist"n sagte Pater Klaus Mertes dem "Tagesspielgel".  "Denn das was bei uns sichtbar geworden ist, passiert auch an anderen Schulen, nicht nur an katholischen."
 
 
 
 
Leserbrief zu dem  Artikel: "Bischöfe beraten "Missbrauch"
 
Dieser letzte Satz dieses "Pfaffen", ist schon wieder ein verharmlosen der eigenen Fehler. Auch wenn es woanders auch passiert, ist es keine Rechtfertigung, dass damit das eigene Verbrechen begründet wird, als sei es was ganz normales. Nein schreie ich da, gerade Kirche predigt Moral und betreibt hier nur Verschleierung. Alle sollen sich bei Kirche melden, damit so alles weiter im Verborgenen gelöst wird, so ist es schon mit uns ehemaligen Heimkindern gewesen, so erfahren es nun auch diese Oper von Kirche wieder. Nur auf ihren eigenen Ruf bedacht, werden den Betroffenen dann PC und Urlaubsreisen nach den arabischen Emiraten geschenkt und damit ein Schweigen als Gegenleistung erkauft. Ich sage nochmals, Kirche muss die Täter ebenso vor Gericht stellen lassen und die Verjährung für diese Fälle endlich aufheben lassen, denn auch hier zeigt sich wieder, das die Scham so groß ist, dass Betroffene sich erst nach Jahrzehnten öffnen können. Und was noch schlimmer ist, dass durch diese Vergehen die Täter von Morgen geprägt werden.
 
Geschrieben: 3.Februar 2010, 19:05 Uhr 
Monika T-G
 
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 3. Februar 2010 )
 
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