Es ist nie zu spät, über sexuellen Missbrauch zu sprechen.
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Presse
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(Sir Cecil King, britischer Verleger)
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Pressekonferenzen in Wien, Ettal und Regensburg
Geschrieben von pethens
Freitag, 5. März 2010
Pressekonferenzen in Wien, Ettal und Regensburg zum sexuellen Mißbrauch.
Der sexuelle Mißbrauch in kirchlichen Einrichtungen hatte bei der Frühjahrstagung der österreichischen Bischöfe oberste Priorität. Der Mißbrauch wird nicht nur beklagt, sondern mit einem Jesus-Wort scharf verurteilt. Für denjenigen, der die "Kleinen" zum Bösen verführt, ist es besser, mit einem Mühlstein im Meer versenkt zu werden. Diese Einstellung bestimmt die Haltung der österreichischen Bischöfe. Die Opfer stehen im Blick. Es geht vorrangig um sie und den Schaden an ihrer Seele. Die Täter werden aufgefordert, sich zu ihren Taten zu bekennen.
Trotz dieser Grundhaltung läßt die österreichische Bischofskonferenz bis zum Sommer ihr System der Prävention überdenken und prüfen, wo es verbessert werden kann. Auch wenn nicht für alle Zukunft weitere Mißbrauchsfälle ausgeschlossen werden können, will man dennoch versuchen, dem soweit wie möglich vorzubeugen. In dieser Hinsicht ist die Haltung der österreichischen Bischofskonferenz zu begrüßen, vielleicht kann sie sogar als vorbildlich bezeichnet werden. Dennoch bleibt Wachsamkeit geboten. Vor allem bleibt abzuwarten, wie sich die Taten zu diesen Erklärungen verhalten.
Am heutigen Tag fand ebenfalls eine Pressekonferenz des Sonderermittlers Thomas Pfister im Kloster Ettal statt. Sie brachte Erschreckendes zutage. Bilder von halbnackten Klosterschülern tauchten in Zeitschriften der homosexuellen Szene und auf Porno-Seiten im Internet auf. Zudem kam es im Kloster zu physischen Mißhandlungen. Hier scheint sich der Kreis zu dem zu schließen, was seit Jahren von Kindern in staatlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendheimen berichtet wird. Die scharfe Trennung zwischen Kinder- und Jugendheimen einerseits und Klosterinternaten andererseits gilt im Punkt physischem und sexuellem Mißbrauch nicht mehr. Dies ist ein Punkt, mit dem sich auch der Runde Tisch Heimerziehung in den 50zigern und 60zigern Jahren befassen muß, denn es zeigt sich, daß in beiden Bereichen nicht nur ein System vorlag, sondern systematisch die gleichen Methoden angewendet worden. Es ist zu hoffen, daß die Beteiligten am Runden Tisch Heimerziehung daraus die Konsequenzen ziehen.
Eine weitere Pressekonferenz hatte die Ermittlungen zum sexuellen Mißbrauch bei den Regensburger Domspatzen zum Thema. Der sexuelle Mißbrauch in dieser Anstalt wurde bestätigt. Er wurde von Geistlichen verübt, die jedoch bereits verstorben sind. Inzwischen melden 18 von 27 deutschen Bistümern Mißbrauchsfälle. Der Umfang nimmt ein solches Ausmaß an, daß die staatlichen Stellen handeln und Sorge dafür tragen müssen, daß sich so etwas in Zukunft nicht wiederholt.
Frage am Kardinal Schönborn (Wien) wegen misshandelte Kinder in österreichischen Heimen
Die Bundesministerinnen stellen den Abschlußbericht der Bundesregierung zum sexuellen Missbrauch vor.
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TopTV Sendung vom 25.10.2011
Frau Dr. Christine Bergmann beendet Amtszeit als Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs und bilanziert die Ergebnisse ihrer Arbeit und informiert über die Zukunft der Anlaufstelle
Interview mit Frau Dr. Bergmann, Prof. Fegert, Michael Ermisch, und Kathrin Radke