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Sexueller Mißbrauch an Schulen ... |
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Geschrieben von pethens
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Sonntag, 7. März 2010 |
.... zuständige Minister schalten sich ein.
Nachdem bereits seit einigen Wochen über sexuellen Mißbrauch an Schulen und Internaten berichtet wurde, schalten sich jetzt auch die zuständigen Minister für Schulen und Bildung in die Diskussion ein. Der Auslöser ist die Anfrage der "Bild am Sonntag" an die Bundesbildungsministerin Frau Schavan, wie unsere Kinder vor "perversen Lehrern" zu schützen seien. So begrüßenswert, neben der Bundesjustizministerin, die Beteiligung weiterer Mitglieder des Bundeskabinetts an dieser Diskussion ist, so hat sie dennoch einen faden Beigeschmack, da offenbar erst der bekannt gewordene Mißbrauch an einer nicht katholischen Privatschule den Anlaß dazu abgeben mußte.
Offenbar haben einige Minister eine zu große Nähe zur Katholischen Kirche, die sich beeinträchtigend auf ihre Amtsführung auswirkt. Frau Schavan bekräftigt nun: "Gewalt und Missbrauch gegenüber Schülern ist der schwerste Vertrauensbruch, der vorstellbar ist. Das macht mich zornig." Sie fordert nun ein Drei-Punkte-Programm:
1. Eltern sollen keine Sorge um ihre Kinder in Schulen haben;
2. Vollständige Aufklärung;
3. eine Konferenz mit den Länderkollegen und den Lehrerverbänden zur Erarbeitung einer Strategie, um in Zukunft Mißbrauch an Schulen zu verhindern.
Was in dieser ganzen Aufregung untergeht, sind die Mißbrauchsfälle in Heimen und Erziehungsanstalten. Wenn diese überhaupt erwähnt werden, dann sind diese in Irland angesiedelt. Es ist erstaunlich, mit welcher Virtuosität die Gehirne der Verantwortlichen in unserem Lande die Vorfälle in Heimen und Erziehungsheimen im eignen Land verdrängen. Erst vor wenigen Tagen wurden Fällen sexuellen Mißbrauchs in einem Berliner Kinderheim bekannt, doch niemand regt sich darüber auf. Mißbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen am Rande der Gesellschaft werden in unserem Lande offenbar bereitwilliger toleriert als bei Gruppen, die aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Prof. Kappeler hat auf diese erschreckende Haltung in unserer Gesellschaft erst vor kurzem aufmerksam gemacht. Bewirkt hat es bisher nicht viel. Die demokratische Gleichheit vor dem Gesetz und der Schutz der Menschenwürde wird bei Menschen am Rande der Gesellschaft offenbar als eine zu vernachlässigende Größe betrachtet. Das ist eigentlich der Skandal, der hinter den ganzen Mißbrauchsfällen steht. Und es wird Zeit, daß sich das in unserem Land ändert.
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 7. März 2010 )
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