Es ist nie zu spät, über sexuellen Missbrauch zu sprechen.
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2."Runder Tisch" Missbrauch ?
Geschrieben von pethens
Montag, 8. März 2010
Frisch aus den Flitterwochen zurück verkündete Familienministerin Kristina
Schröder heute der Öffentlichkeit, daß sie gemeinsam mit
Bundesbildungsministerin Schavan zu einem "Runden Tisch" zum sexuellen Mißbrauch
an Schulen einladen werde. Nun also neben dem "Runden Tisch" zur Heimerziehung
in den 50ziger und 60ziger Jahren, der sich auch mit sexuellem Mißbrauch an
Schutzbefohlenen beschäftigen muß, nun ein weiterer "Runder Tisch".
Die erste Sitzung soll am 23. April
sein. Geladen sind die Katholische und Evangelische Kirche, Schul- und
Internatsträger, Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, Vertreter der
Ärzteschaft, der Länder, der Kommunen sowie der Deutsche Lehrerverband. Ziel
dieses "Runden Tisches" sind nachhaltige Lösungen zur zukünftigen Verhinderung
von sexuellem Mißbrauch an Schülern sowie Erörtungen über Hilfen und
Unterstützung für die Opfer. Ministerin Schröder sieht es als vordringlich an,
"die Kinder von kleinauf stark zu machen und sie gegenüber Grenzverletzungen zu
sensibilisieren". Während Ministerin Schröder auf Prävention setzt, will das
Bundesjustizministerium vor allem die verjährten Mißbrauchsfälle an Schulen
aufarbeiten. Dies scheint zur Zeit nicht der Zweck des "Runden Tisches" zu sein,
weshalb Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger zu ihm nicht geladen
ist. Während Frau Schavan die Verlängerung der Verjährungsfrist fordert, steht
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger diesem Vorhaben skeptisch
gegenüber, weil damit den jetzigen Opfern nicht geholfen sei. Da der Runde Tisch
sich jedoch als ein Instrument der Prävention für zukünftige Fälle etablieren
soll, kann auf einen umfassenden straf- und zivilrechtlichen Schutz der Opfer
nicht verzichtet werden. Auch wenn die halbe Damenriege des Bundeskabinetts noch
kein stimmiges Konzeption vorgelegt hat, so ist doch die Richtung zu begrüßen,
in die sich die augenblickliche Diskussion bewegt. Zu wünschen wäre die
Beteiligung der Bundestagsfraktionen am Runden Tisch, um bei unzureichenden
Ergebnissen aus der Mitte des Bundestages heraus das Problem
anzugehen.
Die Bundesministerinnen stellen den Abschlußbericht der Bundesregierung zum sexuellen Missbrauch vor.
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TopTV Sendung vom 25.10.2011
Frau Dr. Christine Bergmann beendet Amtszeit als Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs und bilanziert die Ergebnisse ihrer Arbeit und informiert über die Zukunft der Anlaufstelle
Interview mit Frau Dr. Bergmann, Prof. Fegert, Michael Ermisch, und Kathrin Radke