Es ist nie zu spät, über sexuellen Missbrauch zu sprechen.
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Vertuschte Missbrauchsfälle aktiv aufarbeiten
Geschrieben von pethens
Mittwoch, 10. März 2010
"Was derzeit an Missbrauchsfällen an die Öffentlichkeit gelangt, ist die Spitze eines Eisbergs. In vielen Ländern Europas hat die Aufarbeitung um Übergriffe und Misshandlungen von Heim- und Internatskindern längst begonnen. Es ist wichtig, dass auch in Österreich endlich offen über Gewalt und Missbrauch an ehemaligen Heimkindern diskutiert wird", stellte der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser zu den sich häufenden Berichten über sexuelle Übergriffe an Kindern und Jugendliche in Heimen und Internaten fest. Für Steinhauser ist besonders die katholische Kirche gefordert. "Es bringt jetzt nichts, wenn die bekannten Fälle zu Einzelfällen erklärt werden. Ich erwarte mir, dass die katholische Kirche von sich aus einen Schritt macht und jene Fälle aufarbeitet, wo sexueller Missbrauch bekannt war, der dann vertuscht wurde", so Steinhauser.
Gesetzliche Lösung erforderlich Der Justizsprecher der Grünen sieht aber auch die Länder gefordert, die oftmals Träger von Heimen waren, wo es zu gewalttätigen und sexuellen Übergriffen gekommen ist. "Wann immer ich mit ehemaligen Heimkindern über ihre Heimzeit gesprochen habe, wurden mir Übergriffe geschildert", sieht Steinhauser Handlungsbedarf. Er plädiert dafür, dass sich Parlament und Landtage mit der Aufarbeitung beschäftigen. Auf Grund von Verjährung ist oftmals eine finanzielle Entschädigung nicht möglich. Deshalb bräuchte es eine gesetzliche Lösung zur Unterstützung von ehemaligen Heimkindern. "Man wird darüber nachdenken müssen, wie den Opfern auch noch nach Jahrzehnten mit finanziellen Entschädigungen oder auch Therapieangeboten geholfen werden kann."
Die Bundesministerinnen stellen den Abschlußbericht der Bundesregierung zum sexuellen Missbrauch vor.
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TopTV Sendung vom 25.10.2011
Frau Dr. Christine Bergmann beendet Amtszeit als Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs und bilanziert die Ergebnisse ihrer Arbeit und informiert über die Zukunft der Anlaufstelle
Interview mit Frau Dr. Bergmann, Prof. Fegert, Michael Ermisch, und Kathrin Radke