Startseite Kinder@Heim (D) Ökumenische Kirchentag in München eröffnet.
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Ökumenische Kirchentag in München eröffnet. |
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Geschrieben von pethens
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Mittwoch, 12. Mai 2010 |
Am Abend wurde mit einer Veranstaltung auf der Theresienwiese in München in Anwesenheit des Bundespräsidenten der Startschuß für eine Vielzahl von Veranstaltungen, Begegnungen, Diskussion und religiöse Besinnung gegeben. Kirchentage, gewöhnlich eine Veranstaltung der Laien, dienen dazu, die Gemeinschaft der Gläubigen zu stärken, sie konkret erfahrbar zu machen, sie werden aber auch dazu benutzt, die Gläubigen zum gesellschaftlichen Engagement aufzurufen.
"Ökumenisch" ist bei diesem Kirchentag, daß katholische, evangelische und orthodoxe Christen gemeinsam diese Veranstaltung durchführen. Das war lange nicht so. Die Kirchentage in der Vergangenheit dienten eher der Heerschau, durch die dem Staat und den anderen Konfessionen die eigene Stärke, gemessen an der Zahl der Teilnehmer, vorgeführt wurde. Das hat sich geändert. Nun geht es um ein "Miteinander". Dies bedeutet aber nicht, daß dieser Tag nicht für politische Zwecke instrumentalisiert wird. Nach den langen Wochen der "schlechten Presse" will vor allem die katholische Kirche die Gunst der Stunde nutzen, um die Tagesordnung mit eigenen Themen zu besetzen. Das ist auch bitter nötig, denn die Welle der Kirchenaustritte rollt. Sie wird jedoch nur schwer aufzuhalten sein. Es gilt nicht nur Vertrauen bei den Menschen, sondern auch bei den Politikern zurückzugewinnen. Bereits kurz nach der Eröffnung traf sich deshalb Erzbischof Robert Zollitsch mit dem Evangelischen Arbeitskreis der CDU/CSU. Er ahnte wohl, daß er auch hier Überzeugungsarbeit leisten mußte. Er beschwor vor den "getrennten Brüdern" das gute Einvernehmen zwischen Staat und Kirche in der Vergangenheit und wies auf die besonderen Leistungen der christlichen Soziallehre für das Gemeinwohl hin. Er sprach nicht vom Dialog zwischen Kirche und Politik, sondern zwischen Glaube und Politik. Das Wort "Kirche" taucht, neben dem Wort "Kirchentag" in seinem Grußwort nur einmal auf. Vielleicht wird das gegenwärtige Verhältnis von Staat und Kirche, selbst im obersten Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland, kaum griffiger faßbar als durch den weitgehenden Verzicht auf das Reizwort "Kirche". |
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