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Prof. Kröber und die Geschichte! |
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Geschrieben von pethens
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Freitag, 21. Mai 2010 |
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Unter dem Titel "Weinen ist kein Beweis" berichtet der Berliner Tagesspiegel ( http://www.tagesspiegel.de/berlin/weinen-ist-kein-beweis/1841374.html ) über den Vortrag von Prof. Kröber "Sexueller Mißbrauch in katholischen Einrichtungen und anderswo; in der Nachkriegszeit und später". Dabei attackierte er heftig die Medien. Kröber befaßt sich vornehmlich mit Sexualstraftätern unter forensischem Aspekt, hat also mit deren Zurechnungsfähigkeit und der Bewertung ihrer Rückfallgefahr zu tun. Auch mit der Glaubwürdigkeit der Opfer hat er sich von Berufs wegen zu befassen. Heftig wendet er sich gegen die "Sakralisierung" der Opfer. Die hohe Zahl der bekannt gewordenen Fälle in Deutschland führt Kröber auf die Kriegserfahrung und die verklemmte Moral nach dem Krieg zurück. Bischof Mixa sei Opfer einer Medienkampagne geworden. So die wesentliche Argumentation von Kröber.
Zwar mag es verdienstvoll sein, einen historischen Grund für die vielen Mißbrauchsfälle zu nennen, nur stellt sich dann die Frage, ob dieses Argument etwa auch für die Fälle in den Vereinigten Staaten und in Irland tragfähig ist. Hier mag man nicht folgen. Die Überzeugungskraft des Arguments von Prof. Kröber zerfließt, sobald die Landesgrenze überschritten wird. Zudem darf daran erinnert werden, daß der Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs gegen Bischof Mixa nicht von den Medien, sondern von kirchlichen Mitarbeitern lanciert wurde. Als dieser nicht zu halten war, wurde eine Verletzung des Beichtgeheimnisses nachgeschoben. Offenbar hatten kirchliche Kreise ein Interesse daran, Mixa loszuwerden. Bereits vor Pater Mertes' Aufruf zur Meldung von Opfern sexueller Gewalt an seiner Schule, hatten bereits Bistümer Opfer dazu aufgerufen, sich zu melden. Die Medien berichteten in den letzten Jahren immer wieder von sexuellem Mißbrauch durch Geistliche und auch ehemalige Heimkinder erhoben diesen Vorwurf, doch all dies löste die Welle, die mit Pater Mertes ins Rollen kam, nicht aus. Historisch verstehbar ist der Vorgang zur Zeit nicht. Argumente sind immer willkommen, doch sie müssen dem Befund standhalten. |
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 21. Mai 2010 )
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