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Geschrieben von pethens
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Montag, 19. Juli 2010 |
Seit Sonntag treffen sich 25.000 Experten auf der Welt-Aidskonferenz in Wien. Sie beraten darüber, wie man die Krankheit Aids bekämpfen kann und den Erkrankten besser helfen kann. Aids wird durch das HI-Virus (kurz: HIV) ausgelöst. Die Krankheit ist nicht heilbar. Mit Medikamenten kann man jedoch sehr lange damit leben.Zur Eröffnung mahnte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einen universellen Zugang zu einer medizinischen Behandlung der Immunschwächekrankheit an.Dazu zählt auch ein Zugang zu lebensrettenden Medikamenten, zu Vorbeugungsmaßnahmen, Behandlung, Pflege und Unterstützung für Betroffene.
Weltweit haben mehr als 33 Millionen Menschen das HI-Virus, darunter auch viele Kinder. Die meisten dieser Kinder kommen schon damit auf die Welt. Bei ihrer Geburt werden sie von ihrer Mutter angesteckt. Mit einer speziellen Behandlung kann diese Ansteckung zwar verhindert werden, aber in armen Ländern können sich das viele Mütter nicht leisten. Die meisten HIV-Infizierten leben in den armen Ländern Afrikas. In Osteuropa und Zentralasien soll es zum Aufbau von Versorgungsstrukturen kommen, die auch für Drogensüchtige erreichbar sind. In diesen Regionen breitet sich HIV besonders stark durch Spritzentausch unter Drogenabhängigen aus. Der Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft, Julio Montaner, beklagte mit Blick auf die Behandlung von Aids-Kranken einen mangelnden politischen Willen. Politiker stellten nicht sicher, dass jeder Infizierte behandelt werde, sagte Montaner kurz vor Eröffnung der internationalen Konferenz, deren Vorsitzender er ist. Die Gruppe der acht wichtigsten Industriestaaten (G-8) habe es versäumt, ihr Versprechen über einen universellen Zugang zu Aids-Medikamenten umzusetzen. Den Regierungen einiger osteuropäischer Staaten warf er Gleichgültigkeit gegenüber der Lage in ihrem Land vor. Ihr Fehlen bei der Konferenz in Wien sei unverantwortlich und grenze an Fahrlässigkeit, sagte Montaner. |
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