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Geouteter Theologe ausgeschlossen |
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Geschrieben von pethens
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Mittwoch, 28. Juli 2010 |
Weil er sich als homosexuell geoutet hat, soll der deutsche katholische Theologe David Berger aus der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin in Rom ausgeschlossen worden sein. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe). Bergers Einstellungen zu "einigen Punkten der kirchlichen Lehre" ließen eine weitere Lehrtätigkeit nicht mehr zu, heiße es im Entlassungsschreiben. "Mit tiefem Schmerz" und Entsetzen hätten die Dozenten Bergers Wandel und seine "Auffassungen" vernommen, schreibt dem Blatt zufolge Akademiepräsident Lluis Clavell, der dem Führungskader des Opus Dei angehöre.
Berger hatte sich Ende April in der FR geoutet. Er warf der katholischen Kirche eine "heuchlerische, bigotte" Haltung zur Homosexualität vor und beklagte die "sektenhafte Zunahme homophober Tendenzen im Katholizismus". Seine Ämter als Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift "Theologisches" legte der 42-Jährige nieder. Auf Anfrage der FR kritisierte der habilitierte Theologe, die dem Vatikan angegliederte Thomas-Akademie stütze sich für seinen Ausschluss lediglich auf die von ihm vertretenen Positionen und auf das öffentliche Bekenntnis zu einer homosexuellen Veranlagung.
Für eine moralische und rechtliche Bewertung sei es nach kirchlicher Lehre dagegen einzig entscheidend, ob ein Homosexueller seine Veranlagung auslebe. Nach einer etwaigen homosexuellen Praxis hätten sich weder Clavell noch ein anderer Offizieller der Thomas-Akademie bei ihm erkundigt, sagte Berger dem Blatt.
Eine Leserin schrieb folgendes dazu:
Ich habs wohl immer noch nicht verstanden. Es gibt amtliche Würdenträger der katholischen Kirche die homosexualität als eine heilbare Krankheit einstufen. Pädophilie wird sowohl von den Katholen als auch von Medizinern als Krankheit eingestuft. Die Homo-Priester werden entlassen und die Pädo-Priester werden vertuscht, oder werden nur die entlassen, die sich outen, und die heimlichen "Sünder" allerArt werden vertuscht und ob etwas zwischen zwei erwachsenen Menschen im gegenseitigen Einverständnis geschieht oder ob unmündige Kinder zu etwas gezwungen oder "verleitet" werden, spielt für die kirchliche "Bewertung" keine Rolle. einzig wichtig sind tausende Jahre alte, angeblich "Göttliche", 17 mal falsch interpretierte und 10 mal falsch übersetzte Spielregeln.
Quelle: www.derstandart.at |
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 2. August 2010 )
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