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Sexueller Mißbrauch und kein Ende in Sicht! |
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Geschrieben von pethens
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Samstag, 6. März 2010 |
Kaum sind die Nachrichten über sexuellen Mißbrauch in Ettal und bei den Regensburger Domspatzen akustisch verebbt, da dringt schon die nächste Nachricht über sexuellen Mißbrauch an unser Ohr. Diesmal ist es eine private Eliteschule im Odenwald. Dort im Internat einer Unesco-Modell-Schule kam es zu massiven Mißbrauch. Die derzeitige Leiterin mußte einräumen: "Wie wir heute wissen, ist das Ausmaß des Missbrauches an der Odenwaldschule größer als noch zur Jahrtausendwende angenommen". Die Schule sei "durch die Berichte der Opfer und das Ausmaß der Verbrechen massiv erschüttert und irritiert".
Bereits 1999 hatte es Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Darmstadt gegeben, die jedoch wegen Verjährung eingestellt wurden. Betroffene, etwa 100 haben sich bisher gemeldet, berichten, daß sie morgens durch Streicheln der Genitalien geweckt worden seien. Auch sexuelle "Dienstleistungen" hätten sie an Wochenenden erbringen müssen. Dazu seien sie sogar an Freunde der Täter ausgeliehen worden. Man mag es nicht glauben, was da an deutschen Eliteschulen so alles abgeht. Die Schüler wurden mit Drogen und Alkohol versorgt; ob als Gegenleistung, wird in den vorliegenden Mitteilungen nicht deutlich. Auch Schläge und Prügel habe es gegeben. Offenbar hängt die Hemmschwelle des sexuellen Mißbrauchs in pädagogischen Einrichtungen in Deutschland sehr niedrig. Ehemalige Heimkinder haben die Diskussion um den sexuellen Mißbrauch in unserem Lande in Gang gebracht, andere Gruppen ziehen nun nach und dabei zeigt sich, wie sich Verhältnisse und Methoden gleichen. Abhängigkeit und ein Glaubwürdigkeitsproblem scheinen die Voraussetzungen zu sein, in deren Schutz die Täter handeln. Es wird immer dringender die Verjährung für sexuellen Mißbrauch aufzuheben. Die Politik ist aufgefordert, nicht länger wegzusehen, sondern sich des Problems zu stellen, und Schritte einzuleiten, damit solche Verbrechen in Zukunft nicht mehr geschehen können. Die Opfer fordern den Schutz, der ihnen das Grundgesetz garantiert. Die Untätigkeit der Politik ist nicht länger hinzunehmen. |
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 7. März 2010 )
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